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Übermalung
Partielles oder ganzflächiges Abdecken der originalen Malschichten eines Gemäldes, bezeichnet auch als Retusche in der Vergangenheit, die weit über die Grenzen einer Fehlstelle hinausgemalt wurden.

Untermalung
Die unter der und obersten Farbschicht liegende Farblage einer Malschicht. Beim altmeisterlichen Gemäldeaufbau wird das Aussehen der obersten Schichten meist von der Untermalung mitbestimmt. Die Untermalung oder die einzelnen Untermalungsschichten können mit Hilfe eines Querschliffs sichtbar gemacht werden.

Untersuchung
Umfasst die Bestimmung der Zusammensetzung und des Zustandes des Kulturgutes: die Identifizierung sowie Feststellung von Art und Umfang der Veränderungen; die Bewertung der Ursache des Verfalls; die Bestimmung der Art und des Ausmaßes der erforderlichen Behandlung. E.C.C.O. Berufsrichtlinien des Restaurators. Stand 1993.
Um die Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen einzuleiten, wird das Objekt auf seine technologischen und historischen Zusammenhänge untersucht. Ausmaß der Schäden, Schadensbilder und Schadensursachen werden festgestellt und mit verschiedenen Verfahren werden die materielle Beschaffenheit nach Werkstoff und Herstellungsweise sowie Spuren von Alterung untersucht. Für naturwissenschaftliche Untersuchungen können Materialproben entnommen werden, wobei die dafür erforderlichen Eingriffe auf ein Minimum zu beschränken sind. Anhand von Quellen u. Vergleichsstücken werden Recherchen zu den historischen Zusammenhängen, zu Material und Technik, wie auch vorhergegangenen Restaurierungen angestellt. Die Ergebnisse werden ausgewertet und dokumentiert; ein Schadenskatalog wird erstellt. Auf den Grundlagen der angewandten Untersuchung „Vor – Untersuchungen “  wird ein Konservierungs- oder Restaurierungskonzept erstellt. In diesem wird die Zielsetzung der Restaurierung formuliert und begründet. Hieraus leiten sich die notwendigen Schritte ab : Ein Maßnahmenkatalog wird erarbeitet und im Zusammenhang damit wird der voraussichtliche Zeit- und Kostenaufwand festgelegt. Die Informationbedürfnisse u. Restaurierungsziele können somit unterschiedlich sein. (Ethik und Ästhetik). Die vom Künstler auf die Grundierung oder Imprimitur angelegte, mehr oder  weniger detailliert ausgeführte Zeichnung, die dann im Entstehungsprozess des Gemäldes durch die nachfolgenden Malschichten  überdeckt wird und mittels Tiefenuntersuchung z.B. Infrarotfotografie oder Infrarrotreflektografie unter bestimmten Umständen wieder sichtbar gemacht werden kann. Das Spektrum an verwendeten Materialien ist vielfältig.

Untersuchung mit Vergrößerung oder Mikroskopische Untersuchungen
Zur Oberflächen-  und Tiefenuntersuchung dienliche  Hilfsmittel zur visuellen Betrachtung des Objektes.

UV-Untersuchung / Ultraviolett
Untersuchung in filtriertem, ultraviolettem Licht ist ein Verfahren der gemäldekundlichen Diagnostik; als Strahlenquelle dient eine Lampe, die neben wenig sichtbarem Licht einen großen Anteil unsichtbarer UV-Strahlen aussendet, die Gemäldeoberfläche treffen und zur Fluoreszenz anregen. Diese lässt gewisse Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des Firnisses und das Vorhandensein von Retuschen oder vergangener manipulierter Eingriffe zu.

UV - Strahlen
Elektromagnetische Wellen mit einer Wellenlänge, die kürzer ist als sichtbares Licht. Bei der UV-Fluoreszenzuntersuchung arbeitet man mitunter mit Wellenlängen zwischen 400 und 320 nm ( nm = Nanometer = ein milliardstel Meter)

Ultraviolett Fluoreszen
Einige Materialien, z. B. bestimmte Firnisse, zeigen in Wechselwirkung mit elektromagnetischer Strahlung, dem UV-Licht, das Phänomen der Lumineszenz. Sie emittieren, angeregt von unsichtbarer, kurzwelliger Strahlung, sichtbare längerwellige Strahlung. Hält die Lumineszenz nur so lange an, wie sie angeregt wird, bezeichnet man sie als Fluoreszenz.

Präampel
Fachbegriffe
Material